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Alexander 
von Dziembowski
Tel. 069 - 493 01 48
dziembowski@astrorat.de


[ Zur Sache Astrologie ] Woher kommt die Astrologie ] Interview in Marie Claire ]

Zur Sache Astrologie

Die Astrologie versteht unseren Kosmos (altgriechisch: die Ordnung) als einen gewaltigen energetischen Organismus, dessen Teile mit dem Ganzen in immerwährender, rhythmischer Wechselwirkung verbunden sind. Es gilt das hermetische Gesetz, das da lautet: "das was oben ist, entspricht dem, was unten ist und das, was innen ist, entspricht dem, was außen ist". Im Größten wie im Kleinsten herrschen also die entsprechenden Gesetzmäßigkeiten. Der Mensch als Mikrokosmos enthält alles, was im Universum existiert.

Die Astrologie denkt also in Analogien und nicht, wie wir es gewohnt sind kausal. Für die auf die materielle, also endliche Welt bezogene Wissenschaft - und in diesem Denken sind wir alle als dem "alleingültigen" erzogen worden – führt nur das Ursache-Wirkungsprinzip zu Erkenntnissen über unsere Welt. Sie kann uns beispiels- weise von den physikalischen Wirkungen des Mondes auf unser Leben berichten, sie untersucht also das "Wie" der Zusammenhänge, während die Astrologie darüber hinausgeht und nach dem "Warum" fragt. Sie ist final, auf das Erreichen bestimmter Lebensziele gerichtet. Es wird weniger nach dem Zweck, als nach dem eigentlichen Sinn eines Geschehen und damit nach seinen Entwicklungs- möglichkeiten gefragt.

Die Astrologie kann als die Lehre von den Urprinzipien verstanden werden, aus denen alle Schöpfung und damit natürlich auch wir Menschen ent- bzw. bestehen. Sie bedient sich eines "vertikalen" Denkens. Nach dieser Vorstellung gehen die genannten kosmischen Urkräfte von einer Quelle (dem Göttlichen oder dem Absoluten) aus und durchpulsen, sozusagen "senkrecht" alle Ebenen des Seins vom Geistigsten, Feinstofflichsten und verdichten sich immer mehr bis hin zur grobstofflichen Materie, die uns umgibt. Auf diesem Weg gehen sie immer kompliziertere Verbindungen miteinander ein und so entsteht die Vielfalt der Dinge. Und je nachdem, auf welche stoffliche Ordnung diese inhaltlichen Urkräfte oder Archetypen treffen, kleiden sie sich in die dieser Ordnung entsprechenden Form. Im Menschen bezeichnen wir sie als Geistes- oder Seelenkräfte oder auch als körperliche Funktionen, je nachdem, welche Ebene des "Gesamtwesens Mensch" wir eben betrachten.

Nehmen wir beispielsweise das Prinzip Saturn. Zu ihm gehören Eigenschaften wie Konzentration, Struktur, Leistung, aber auch Mangel oder Enge. Auf körperlicher Ebene führt diese Enge zu Unterfunktion oder Unterversorgung, auf seelisch-psychischer zu Angst oder Frustration, auf geistiger Ebene ergibt sie engstirniges oder kleinkariertes Denken. Alles, was "zwischen Himmel und Erde" existiert, sich formt und wieder vergeht, beruht auf dem Wirken dieser Kräfte. Dieses ewige Urgeschehen, das sich täglich neu gestaltet, für jeden in der seinem Bewusstseinsstand entsprechenden Weise, ist im Horoskop symbolisch abgebildet. 

Wie oben erwähnt, wirkt jedes Lebewesen als Mikrokosmos entsprechend seiner Lebensaufgabe an der universalen Ordnung (dem göttlichen Plan?) des Makrokosmos mit. Der Tierkreis nun bildet die zwölf archetypischen Energiemuster oder –felder, die Urbausteine dieser Ordnung, den "Stoff", aus dem Alles besteht oder sich bilden kann. Es sind die zwölf Grundstadien oder Räume menschlicher Erfahrungs- möglichkeit. Im Mythos muss der Held des Vaters Haus verlassen, um sich auf den Weg zu machen, diesen Urerfahrungen in tausenderlei Gestalt zu begegnen, sie als solche zu erkennen und durch Freud' und Leid schließlich an ihnen zu wachsen. Das Leben also als Einweihungsweg, letztlich als "Jakobsleiter" zurück zum göttlichen Ursprung, von dem aus wir einst die mühsame, aber lohnende Reise begonnen haben. 

Als Überträger der im Tierkreis ruhenden Primärenergien fungieren die zehn Planeten. Diese universalen Wirkprin- zipien oder Gestaltkräfte manifestieren sich in allen Naturreichen, also im menschlichen, tierischen, pflanzlichen und mineralischen. Sie beinhalten die Information, ohne die sich Materie nicht gestalten kann. Sie sind die Kräfte des Menschen, aus deren hochspezifischem Zusammenwirken sich seine Persönlichkeit bildet und zwar auf den drei Grundebenen von Körper, Seele und Geist. 

Auswirken tun sich diese Planetenenergien also auf die konkrete Welt des Menschen, auf die Lebensbereiche, an denen sich das Anlagepotential des Menschen entwickeln soll, wo sich sein Schicksal vollzieht. Dies ist also die dritte Ebene, die Ebene der zwölf Häuser, mit der die Astrologie arbeitet. Die individuelle Verteilung der genannten "Energiebausteine" im Horoskop weist den Weg der Umsetzung des Entwicklungsplanes in der Zeit, der Aktualisierung eines Anlagepotentials und damit die Erfüllung des Lebensauftrages, den diese Inkarnation beinhaltet. 

Im Horoskop haben wir also die Möglichkeit, uns in unseren komplexen Strukturen zu erkennen und zu erkunden, wann und wo welche Aufgaben auf uns zukommen, an denen unser Wachstum stattfinden soll und welches Instrumentarium uns dafür zur Verfügung steht. Die Astrologie kann uns also helfen, die Gesetze der inneren und äußeren Natur zu erkennen, um so Schritt für Schritt den Weg der Individuation und Sozialisation zu gehen, damit die so erworbene Selbsterkenntnis uns zur Gotteserkenntnis, unserem eigentlichen Lebensziel führt.

 Die große Kunst – und als solche möchte ich die Astrologie in erster Linie bezeichnen – liegt nun darin, die als Planetensymbole verschlüsselten Wirkkräfte in der schier unendlichen Vielfalt ihrer Ausdrucksmöglichkeiten für das menschliche Leben zu decodieren, aus ihrer Anordnung im Horoskop also die Fülle menschlichen Verhaltens, Bemühens, Sehnens und Erlebens zu erkennen und daraus die Grundzüge seines Lebensweges oder auch nur eines aktuellen Problems zu zeichnen. 

Ganz wesentlich wird die Deutung von dem Bewusstsein des oder der Klientin abhängen, denn es sind immer die selben Prinzipien, die uns bestimmen. Aber ich kann eine Kraft, z.B. den Mars sehr unbewusst, also unreif leben und folglich unentwegt in irgendwelchen Streitigkeiten verwickelt sein oder ihn im Einsatz für ein hohes gemeinschaftliches Ziel verwirklichen. Auch das wäre "Mars". Und wer sein Gesamtpotential auf einer solchen Ebene lebt, wird sein Schicksal besser im Sinne des "Werde, der Du (in der Anlage schon) bist" gestalten können als einer, der erst durch sogenannte Schicksalsschläge aufwachen muss. 

Der Astrologe kann immer nur hilfreich sein, solange er nicht die Grenzen seines eigenen Bewusstseins überschreitet. Schon auch deshalb erfordert diese so stark in das Leben anderer eingreifende Tätigkeit eine ständige Weiterentwicklung des eigenen Horizontes.

(c) 2001 Alexander von Dziembowski

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